Leider bleibt die älteste Gaststätte Starnberg´s - unsere schöne Starnberger ALM -

für IMMER - zu!


Trotz der Unterstützung durch viele Starnberger haben wir es nicht geschafft die notwendige Genehmigung zu erhalten…

…wie kam´s. Vor dem Hintergrund einer anstehenden Sanierung der Sanitäranlagen der Alm wurde das Projekt „Hotelerweiterung“
geboren und in Gang gesetzt. Erste Plangespräche mit der Stadt verliefen sehr positiv und wir versendeten ordnungsgemäß an alle
Nachbarn die anstehenden Umbaupläne.
Kernpunkt war unter Anderem ein auf „Gastronomie“ und nicht Beherbergungsbetrieb (sprich Übernachtungsmöglichkeit) beschränkter
Bebauungsplan sowie der Punkt, dass unsere jetzigen Sanitäranlagen untergebracht in einem Anbau zum Hauptgebäude (genehmigt durch
Baugenehmigung seit 1956) nicht im aktuellen Bebauungsplan eingezeichnet waren?!?! Hierfür wurde eine Befreiung bei der Stadt Starnberg
durch uns beantragt.

In der dann stattfindenden Bauausschusssitzung bekamen wir im ersten Durchgang auch die erforderliche Befreiung vom Bebauungsplan
und dadurch das Einvernehmen durch den Stadtrat erteilt.

Allerdings verweigerte das Landratsamt Starnberg in der Folge die Genehmigung aufgrund massiver Einsprüche der im Nachbarhaus
ansässigen Familie Ruhdorfer, die dort ein Büro (!) als Ruhdorfer Architekten Ingenieure und Sachverständige betreiben.  

Daraufhin haben wir in insgesamt drei persönlichen Terminen mit der Familie Ruhdorfer versucht, die Sinnhaftigkeit einer Erhaltung der
Starnberger Alm und eventuell sogar Erweiterung zum kleinen Stadthotel verständlich zu machen und eine Übereinkunft zu erzielen.
Dies scheiterte teils an den überzogenen Forderungen der Familie Ruhdorfer. Zum Beispiel wurden vom Anwalt der Ruhdorfers die Überlassung
von zwei Stellplätzen - Wert ca. 80.000 €  bei Duldung gefordert?! Ebenso wollten sie keine Gäste vom Parkplatz des Hotels
an Ihrem Büro vorbei (!) gehen lassen - alles auf meinem Grund und Boden allerdings! Dies würde Ihr Arbeits- und Wohlfühlklima in dem Büro verschlechtern....

Das Herr Ruhdorfer über beste politische Verbindungen verfügt, schlug die Stimmung in der Folge im Stadtrat um.

Mit dem Landratsamt wurden in dieser Zeit die parallel laufenden Maßnahmen zur Sanierung der Sanitäranlagen besprochen und auch -
da die Gastronomie nur zwei Monate geschlossen bleiben sollte - in Absprache mit dem Landratsamt zu sanieren begonnen. Allerdings wurde
durch die Familie Ruhdorfer mit anwaltlicher Unterstützung diese Sanierung torpediert und dem Landratsamt jeglicher zur Verfügung
stehender Handlungsspielraum genommen. Es erfolgte der endgültige Baustopp.

Ohne Sanitäranlagen ist die Starnberger Alm nicht zu erhalten. Das Projekt Hotelerweiterung ist aufgrund der fehlenden Genehmigung gescheitert.

Als gebürtiger Starnberger ist mir die Erhaltung der Starnberger Alm eine Herzensangelegenheit gewesen!

Bedingt durch die streitbaren Nachbarn und der fehlenden behördlichen Unterstützung - ist das Hotelprojekt
mangels einer Baugenehmigung bereits gestorben.

Nunmehr müssen wir auch die älteste Gaststätte Starnbergs (urkundlich bereits vor 1850) endgültig schließen

Wir hatten in der Bauausschusssitzung am 06.12.2012 auf Anraten der Bauamtsleitung versucht den bestehenden
Anbau über eine Bebauungsplanänderung zu genehmigen.

Wir konnten die Mitglieder des zuständigen Bau- und Umweltausschusses offensichtlich nicht davon überzeugen, die ALM zu erhalten. Der Antrag
wurde am 06.12. unverständlicherweise abgewiesen. Da der 1. Bürgermeister in der Stadtratssitzung darauf hingewiesen hat, dass es sich um eine zum
Erhalt der Gaststätte notwendige Maßnahme handelt - wurde dadurch das Ende der ältesten Traditionsgaststätte Starnbergs besiegelt.

Das Landratsamt hatte signalisiert, den Baustopp aufzuheben, wenn eine Änderung des Bebauungsplan
durch die Stadt Starnberg
erfolgt wäre.

Die Alm hätte kurzfristig saniert und wieder eröffnet werden können.

Dies wäre möglich gewesen, wenn die „nachbarlichen Interessen“ nach sorgfältiger Abwägung der Stadt und des Landratsamtes
entsprechend eingeordnet worden wären. Selbst bei einer nun anstehenden Neubaulösung eines Büro- und Wohnhauses anstatt einer Starnberger Alm(aber wer will das schon außer der Familie Ruhdorfer) wird der Eingang zu den Parkplätzen so oder so an ihrem Büro vorbei führen. Sie mögen dann zwar
Recht behalten haben und die Starnberger Alm zur Schließung gezwungen haben - aber sie haben damit unserer Heimatstadt Starnberg
leider keinen großen Dienst erwiesen!

Ich hatte auf ein gutes Ende gehofft - ein Einlenken der Familie Ruhdorfer oder die Genehmigung zur Erfassung des seit Jahren bestehenden
Anbaus durch unseren Antrag (Bebauungsplanänderung) am 06.12. durch den Stadtrat – aber bis dato alles vergebens…

Schade um ein schönes Stück Geschichte in Starnberg…

Ihr Florian Schuh

 

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